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Umtopfen
Bonsai - Enzyklopädie

Das Umtopfen...
Ein Umtopfen ist immer dann nötig, wenn die Pflanze einen so großen Wurzelballen hat, dass der Platz in der Schale zu eng wird oder wenn Teile des Wurzelballens -z.B. durch Staunässe- geschädigt wurden und abgestorben sind.
Wann wird umgetopft...
Die beste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr, aber auch im Herbst ist es möglich. Beim Umtopfen sollte die Erde im alten Topf etwas angetrocknet sein, damit man den Baum gut aus der alten Schale heben kann. Bei Schalen, die einen nach innen gewölbten Rand haben, muss man die Erde am Rand erst mit einem Messer, einer Wurzelkralle etc. auflockern, dann kann der Baum langsam herausgehoben werden, indem man ihn vorsichtig am unteren Bereich des Stammes fasst.

Vom alten Wurzelballen wird vorsichtig ein Teil der Erde entfernt; zu lange Wurzeln und solche, die abgestorben sind (erkennbar an ihrer dunkelbräunlichen bis schwarzen Färbung und dem fauligen Geruch), werden mit einer Wurzelzange gekürzt bzw. entfernt. Insgesamt sollte etwa ein Viertel des Wurzelballens entfernt werden.
Die neue Schale wird ausgewaschen, die Abzugslöcher werden mit Netzen abgedeckt. Sollte der Baum keinen guten Halt haben, wird ein längerer Draht durch die Abzugslöcher gezogen, mit dem dann der Baum in der Schale fixiert wird.

Auf den Boden der Schale kommt eine dünne Schicht Kies o.ä., darüber wird dünn Bonsai-Erde aufgetragen. Dann wird der Baum in die Schale gestellt, wobei zu beachten ist, dass der Baum nicht genau in der Mitte der Schale steht; er wird etwas nach rechts oder links verschoben. Außerdem sollte er auf einem kleinen Hügel stehen, der über den Schalenrand hinausragt. 
Mit weiterer Bonsai-Erde wird die Schale bis zum Rand gefüllt. Es darf fast kein Gießrand gelassen werden. Die Drähte zum Fixieren des Baumes werden über den Wurzelballen gelegt und miteinander verdrillt. Die Drähte dürfen nicht um den Stamm gewickelt werden, da sie ihn sonst abschnüren!
Nach dem Umtopfen wird der Baum vorsichtig gewässert. Die beste Methode ist dabei das Eintauchen der Schale in einen Eimer Wasser, da so Wasser durch die Abzugslöcher eindringen kann und die Erde nicht weggeschwemmt wird. Der Bonsai wird an einem schattigen und windgeschützten Platz aufgestellt und mindestens 5 Wochen lang nicht gedüngt. Auch sollte man auf Eindrahten und größere Astschnitte verzichten.

Einen Wacholder Umtopfen
Zuerst wird der gedrahtete Baum aus seinem Plastiktopf genommen. Kämmen Sie mit einer Wurzelkralle, die Wurzeln strahlenförmig aus. Schneiden Sie die Wurzeln zu einem flachen Wurzelsystem zurück. Das Wurzelsystem muss zum Gewicht des Stammes und in die Bonsaischale passen.

Bereiten Sie die neue Schale mit Drainagenetzen und Verankerungsdrahten vor. Schütten Sie eine Schicht Bonsai-Erde in die Schale. Bilden Sie ein Hügelchen an der Stelle, wo der Baum platziert wird, aber nicht in der Mitte. Anschließend stellen Sie den Baum auf das Hügelchen und fixieren Ihren Bonsai mit den Verankerungsdrähten. 
Dann können Sie, nachdem Sie die Schale komplett mit Bonsai-Erde aufgefüllt haben, die Erde mit Moospölsterchen bedecken. Das Moos verhindert ein schnelles Austrocknen der Erde.

Schließlich stellen Sie die Schale in ein Wasserbad. Dies verhindert ein Ausspülen der Erde, da das Wasser durch die Abflusslöcher eindringen kann. Sie sollten in den nächsten 2-4 Wochen nicht düngen, um ein Verbrennen der Wurzeln zu vermeiden. 

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